Mittwoch, 11. April 2012

Museumstipp: Mode-Austellung "Kleiderwechsel" im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg


Seidenkleid, 1925

Das Wetter will leider auch am Wochenende nicht besser werden, da könnte doch für den ein oder anderen auch ein Museumsbesuch gegen Langeweile helfen.

Ich war am Montag im Germanischen Nationalmuseum (ab 24. Mai gibt es dort auch eine große Dürer-Ausstellung) und habe die schönsten Schränke, Accessoires und Kleider des 18. bis 20. Jahrhunderts bestaunt.

Schon allein das Gebäude des Germanischen Nationalmuseums besticht durch die Vermischung von alten Kirchengemäuern mit Kreuzgängen und neuen Bauten aus Stahl und Glas. Ich liebe diesen Geruch, das muffig, doch aber irgendwie wohlriechende Alt, das sich über Stoffe, Holz und Metall gelegt hat.

In der Dauerausstellung "Kleiderwechsel" wird typische Kleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts gezeigt. Rund 300 Originale aus drei Jahrhunderten.
Ein chronologisch angelegter Rundgang zeigt Leitmotive der verschiedenen Epochen, so z.B. Reifröcke, typsiche Unterwäsche der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts oder den bei Jungs - oder besser deren Mütter - sehr beliebte Matrosenanzug.

Unterwäsche, Hochzeitskleidung, Kinderkleidung, Trachten, Schuhe, Kopfbedeckungen: Alles ist fein säuberlich und geschützt vor fühlen-wollenden-Händen hinter Vitrinen an schönen Figurinen drapiert.

Designer-Stücke sind leider nur wenige vorhanden, aber gerade die von Unbekannten entworfenen Kreationen bieten Überraschendes.

Mein Favoriten sind das grüne Seidenkleid von 1925. Auch heute noch absolut tragbar. Sowie das Hochzeitskleid mit langer Knopfreihe. Und wenn ich so einen genialen Schrank endlich mal für wenig Geld bei Ebay oder auf einem Flohmarkt entdecken würde...

Brautkleid


Mode aus Zeitung, Milchtüten, Fotofilmen und Tablettenschachteln


Ritterrüstungsteil als Stilelement - Contrabewegung zum Bubi-Kragen?




Traumkommode?

Traumkamin?

Brautschuhe

Damenhüte aus Wollfilz (l.) und Seide

Petticoat von 1955

Fotos: © Geschmacksträgerin

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